Bild der Frau 28. Februar 2009

Kisten Hoffmann (43): "Mein Haarausfall ist endlich gestoppt"

Plötzlich extrem viele Haare verlieren – ein Albtraum für Frauen! Eigenes Rumdoktern bleibt meist erfolglos. Am besten: Haarexperten aufsuchen

Jeden Tag müssen wir Haare lassen. Die Kopfhaut stößt abgestorbene ab, neue wachsen nach. Das ist ganz normal. Bleiben jedoch täglich mehr als 100-200 Haare in Kamm oder Bürste hängen, sprechen Ärzte von „behandlungsbedürftigem Haarausfall“. Bei Kirsten Hoffmann, Psychotherapeutin aus Essen, ging es schon nach der Geburt ihres Sohnes vor 16 Jahren los. Aber da sie sehr dichtes und lockiges Haar hatte, störte sie das zunächst nicht. Bis vor 6 Jahren. Da zählte sie 500-600 ausgefallene Haare täglich. „Das war echt nicht mehr lustig!“
Eine jahrelange Odyssee von Arzt zu Arzt begann – mit vielen Körperchecks, mikroskopischen und chemischen Untersuchungen der Haare. Doch niemand fand eine Ursache. Die verzweifelte Essenerin probierte Haarwässer und Vitaminpillen aus. Ohne Erfolg. „Die Geheimratsecken wurden immer größer, der Scheitel lichter – ich hatte zwei Drittel meiner Haare verloren“, erzählt sie. Nur ein Haarwasser mit „Minoxidil“ (wirkt blutdrucksenkend, örtlich aufgetragen aber Haarwuchs fördernd) half etwas. Aber nach einem Dreivierteljahr setzte sie es wieder ab. „Ich hatte ein ungutes Gefühl dabei, jeden Morgen und Abend so viel Chemie auf den Kopf zu träufeln. Man weiß nie wie sich das langfristig auswirkt.“

Befund: Haare und Kopfhaut sind extrem angegriffen

Im Sommer 2008 liest sie einen Bericht über die „Harklinikken“ in Düsseldorf – und macht dort einen Termin. Britta Richter (44), ausgebildete Haartherapeutin und Leiterin des Instituts, schaut sich Kopfhaut und Haare mit der Lupe sehr genau an, fragt Kirsten über ihre Ernährung, Krankheiten, Stress, Medikamente aus. Dann die Diagnose: diffuser (über den ganzen Kopf verteilter) Haarausfall, eine um 30 % schlechtere Haarqualität als normal (die Haare sind dünn, strohig, beschädigt), dadurch frühzeitiges Ausfallen. Und: Die Kopfhaut produziert zu viel Talg. Der kleistert die Haarwurzeln regelrecht zu, erstickt nachwachsende Haare schon im Keim. Er bremst auch die Nährstoffzufuhr von innen, dadurch ist die Kopfhaut wie ausgelaugt.
Kirsten bekommt eine Nährtinktur, die sie jeden Abend 10 Minuten in die Kopfhaut einmassiert, außerdem ein Pflanzenshampoo, mit dem sie die Kopfhaut jeden Morgen waschen soll. „Laugt das Haare und Kopfhaut nicht erst recht aus?“; fragt sie. Aber Britta Richter erklärt: „Was die Kopfhaut über Nacht ausscheidet, sollte man entfernen, damit die nächste Nährkur gut einziehen kann. Man schminkt sich ja auch ab, bevor man neues Make-up aufträgt. Und wirklich: Die Therapie schlägt sofort an. „Schon nach fünf Wochen sprossen an den Geheimratsecken neue Härchen nach, und in der Bürste hingen deutlich weniger Haare als vorher“, freut sich Kisten. „Heute sind meine Haare zwar nicht ganz so dicht wie früher, aber wieder gesund und glänzend. Der Haarausfall ist gestoppt – ich bin rundum zufrieden!“

So verläuft die Therapie

1. Voruntersuchung (kostenlos). Erscheint Hilfe möglich: Genaue Kopfhaut-/Haar-Analyse (89 €).
2. Der Patient erhält eine – individuell passende – Nährtinktur aus 6-10 Pflanzenextrakten (zur Auswahl stehen 200, z. B. Ringelblumen, Arnika, Brennnessel) und ein therapeutisches Shampoo (beides ca. 80 €, hält ca. 1-2 Monate).
3. Nach vier Wochen: Besprechung der Ernährungsgewohnheiten, Überprüfung der Kopfhaut, eventuell Anpassung des Pflanzenextraktes (89 €)
4. Nach zwölf Wochen: Kontrolle (49 €): War die Behandlung erfolgreich? Wenn nein, werden die Kosten im Einzelfall zurückerstattet. Wenn ja: Die Tinktur weiter, aber nur zwei- bis viermal wöchentlich auftragen.
Die „Harklinikken“ behandeln diffusen Haarausfall und Haarwuchsstörungen durch Schuppenflechte, Neurodermitis, Milchschorf, Pilzerkrankungen, Talgdrüsenfehlsteuerungen oder Fehlernährung der Kopfhaut