Ursachen für Haarausfall - und was Sie sonst noch über Haare wissen sollten

Was tun bei Haarausfall? Dichtes und glänzendes Haar steht für Vitalität und Gesundheit, für Schönheit und Attraktivität. Nicht nur für Frauen ist volles Haar wichtig. Auch Männer ärgern sich über zunehmenden Haarausfall. Packen Sie den Haarausfall an der Wurzeln. Erfahren Sie hier die Ursachen für Haarausfall.

Von glanzlosem und schuppigem Haar, juckender Kopfhaut bis hin zu Haarausfall: Die Spezialisten Dr. med. Angela Eikemeier, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und Akupunktur in Hannover, Dr. med. Ildiko Marianne Janossy, Fachärztin für Dermatologie in Berlin und Britta Richter, Haar- und Ernährungsexpertin sowie Leiterin der Hårklinikken-Zentren in Deutschland, gaben Ihnen bei der kostenlosen Telefonaktion im Oktober Auskunft zum Thema Haarausfall und Haargesundheit.

Experten-Antworten zum Thema Haargesundheit und Haarausfall:

Welche Arten von Haarausfall gibt es?

Dr. med. Ildiko Marianne Janossy: Die Medizin unterscheidet zwischen dem kreisrunden (Alopecia areata), dem diffusen (Alopecia diffusa) und dem hormonell-erblich bedingten Haarausfall (Alopecia androgenetica). Die androgenetische Alopezie ist mit 80 Prozent die häufigste Form von Haarausfall bei Frauen.

Wann sprechen Experten von Haarausfall?

Britta Richter: Jedes Haar durchläuft einen natürlichen Lebenszyklus. Auf die Wachstums- und die Übergangsphase folgt eine Ruhephase, in der das Haar abgestoßen und von einem nachwachsenden Haar ersetzt wird. Somit findet ein kontinuierlicher Haarwechsel statt. Stellt man über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen einen erhöhten Haarausfall fest – dies kann täglich auch 100 Haare übersteigen – dann besteht konkreter Handlungsbedarf. Ein einfacher Zugtest gibt einen ersten Hinweis auf den erhöhten Ausfall: Bleiben bei jedem Zug an den Haaren mehr als drei bis fünf Haare in den Fingern zurück, ist dies ein Zeichen für Haarausfall.

Was sind die Ursachen für androgenetische Alopezie?

Dr. med. Angela Eikemeier: Beim hormonell-erblich bedingten Haarausfall reagiert die Haarwurzel überempfindlich auf das männliche Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Auch im weiblichen Körper kommt dieses in geringen Mengen vor. Die Übersensibilität führt dazu, dass sich die Blutgefäße zurückbilden und die Haarwurzel verkümmert, da sie nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Etwa zehn Prozent der betroffenen Frauen leiden bereits ab dem 20. Lebensjahr unter einer deutlich sichtbaren Lichtung im Scheitelbereich, in den Wechseljahren nimmt der Haarausfall mit 30 Prozent deutlich zu.

Inwieweit können sich hormonelle Umstellungen auf die Haargesundheit auswirken?

Dr. med. Ildiko Marianne Janossy: Östrogene haben generell einen positiven Einfluss auf das Haarwachstum: Sie schützen das Haar und verlängern die Wachstumsphase. Schwangere Frauen haben meist schönes, dichtes Haar, da der Östrogenwert in dieser Zeit besonders hoch ist. Nach der Schwangerschaft und in der Menopause sinkt der Wert. Frauen stellen dann vermehrt Haarausfall fest. Auch können Funktionsstörungen der Schilddrüse wesentlich zur Verschlechterung des Haarwachstums beitragen.

Inwieweit hat die Ernährung Einfluss auf Haare und Kopfhaut?

Britta Richter: Unsere Ernährung hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf unsere Haargesundheit und bedingten Haarausfall. Drei Aspekte sind bei der Ernährung wichtig: Die Qualität der Lebensmittel, ihre Zubereitung und Kombination. Ausreichend Obst, Gemüse, Nüsse und hochwertige Öle sind für die Haargesundheit besonders wertvoll. Auch der Verzehr von Fleisch und Fisch – jeweils 2mal pro Woche – ist zu empfehlen. Unsere Ernährungsgewohnheiten müssen also nicht unbedingt schlecht sein, teilweise essen wir nur zu einseitig. Ein Ernährungstagebuch kann helfen einseitige Ernährungsgewohnheiten aufzudecken, um dann konkrete Ernährungsempfehlungen auszuarbeiten.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Geheimratsecken oder Glatzenbildung?

Britta Richter: In Berlin führt z.B. Hårklinikken eine Eigenhaartransplantation speziell für Männer durch. Die Wiederherstellung der natürlichen Haardichte erfolgt durch die zertifizierte dip®-Methode, die zwei Behandlungsphasen miteinander kombiniert: Bei der Eigenhaartransplantation werden Haare aus der Spenderregion einzeln entnommen, gereinigt, aufbereitet und an betroffener Stelle zwischen den vorhandenen Haaren zur Haarverdichtung oder als Haaransatz wieder eingesetzt. Anschließend wird das Programm mit der klassischen Therapie fortgesetzt, indem Haare und Kopfhaut mit einem indivuell hergestellten Extrakt versorgt werden. Mit dieser Kombination kann die Haarqualität und das Wachstum der Haare deutlich verbessert werden.

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