Ernährung

Was uns wirklich nährt. Kann man sich gesund essen?

 

Von guten und bösen Fetten – nicht nur für Ihr Haar


Die Fettanteile in unseren Nahrungsmitteln haben Auswirkungen – nicht nur auf das Haarwachstum – sondern auf unsere Lebensqualität insgesamt. Welche Fette sind gesundheitsförderlich, welche bewirken das Gegenteil, und was bewirken sie überhaupt? Hier ein kurzer Leitfaden durch den „Fett-Dschungel“, der gar nicht so undurchdringlich ist, wie er auf den ersten Blick erscheint.

Fette unterscheiden sich je nach Struktur durch kurz-, mittel- oder langkettige bzw. gesättigte und ungesättigte Fettsäuren.

Gesättigte Fettsäuren sind durch ihren chemischen Aufbau wesentlich stabiler als ungesättigte. So bleibt z. B. Kokosfett selbst bei Raumtemperatur noch fest. Kokosfett ist eines der wenigen Fette, die sich hervorragend zum Erhitzen oder Anbraten eignen, weil dabei nicht die gefürchteten Transfette (Killerfette) entstehen. Vorsicht ist vor allem bei industriell hergestellten Nahrungsmitteln geboten: Fast Food, Pommes Frites, Kekse, Fertiggerichte, Fertigsoßen, Chips, Margarine Diese Art gehärteter Fette fördert die Bildung von LDL-Cholesterin und wird damit zum nachgewiesenen kardiovaskulären Risiko.

Bei den ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man zwischen „einfach“ oder „mehrfach ungesättigt“. Einfach ungesättigt wäre z. B. das Olivenöl. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren finden sich in vielen Pflanzenfetten, wie Distel- und Sonnenblumenöl. Diese Omega-3- bzw. Omega-6-Fettsäuren sind lebenswichtige, also „essentielle“ Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, sondern mit der Nahrung aufnehmen muss.

Und hier liegt ein kaum bekanntes, aber durchaus folgenreiches Problem:
Durch unsere tägliche Ernährung nehmen wir bei weitem zuviel Omega-6- und alarmierend wenig Omega-3-Fettsäuren zu uns. So enthält die typische mitteleuropäische Ernährung bis zu 20-mal mehr Omega-6- als Omega-3-Fettsäuren. Auf Dauer eine Katastrophe für den Körper, da Omega-6-Fettsäuren im Übermaß Entzündungen provozieren und im Verdacht stehen, Rheuma, MS und andere Autoimmunerkrankungen zu fördern. Also: Verzicht auf Sonnenblumenöl, Eier, Fleisch oder Molkereiprodukte zugunsten von Fisch, Walnüssen oder Leinöl ist unumgänglich. Anzustreben ist ein Omega 6: Omega 3-Verhältnis von 3:1. Das erfordert Umgewöhnung.

Hier ein paar Tipps:

- Bewusst und dauerhaft den Omega 3-Anteil in der Ernährung z. B. durch Leinöl erhöhen. Aber Vorsicht: wegen der hohen Oxydationsgefahr nur wirklich frisches Öl verwenden, am besten aus der Ölmühle zuschicken lassen. Immer im Kühlschrank lagern und nach einem Monat verbraucht haben (Nach Johanna Budwig 1 bis 2 EL/Tag in Quark verrühren, um so den Zellstoffwechsel durch die Kombination von Omega 3-Fettsäuren und schwefelhaltige Aminosäuren optimal zu stimulieren).

- Den Konsum von stark Omega 6-haltigen Ölen reduzieren, also weniger Distel-, Traubenkern-, Sonnenblumen-, Kürbiskernöl oder Margarine verwenden.

- Niemals folgende Öl erhitzen: Sonnenblumen-, Lein-, Hanf-, Raps-, Kürbiskern-, Oliven-, Sesam-, Sojaöle. Problemlos ist die spätere Zugabe in fertige Speisen.

- Wer mehr über dieses spannende Thema wissen möchte, dem sei das Buch „Ölwechsel für Ihren Körper“ von Rainer Schmid empfohlen.

Quintessenz:
Die Aufgaben der Nahrungsfette sind wesentlich umfangreicher als nur die bloße Energieversorgung. Sie spielen eine (lebens)wichtige Rolle bei der Hormonproduktion, beim Zellstoffwechsel und bei der Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Omega-3-Fettsäuren verhindern ein Austrocknen der Haut und … last but not least … verleihen den Haaren ihren Glanz und Elastizität.


Übersäuerung fördert Haarausfall

Hårklinikken setzt auf die Umstellung der Ernährung und Mineralienzufuhr – Blut neutralisieren und Haarausfall stoppen

Die veränderten Alltagsbedingungen und Lebensgewohnheiten haben nicht nur unser Essverhalten verändert. Auch die Nahrung, die wir aufnehmen, hat heute eine ganz andere Zusammensetzung als noch vor wenigen Jahrzehnten. Sie ist heute von zu viel Säure bildenden Stoffen geprägt, wie sie zum Beispiel in Zucker, Kaffee, Fleisch und Alkohol vorkommen.

Diese Inhalte führen zu einer Übersäuerung (Azidose) des menschlichen Körpers, was sich auch auf die Qualität unserer Haare negativ auswirkt. Eine Übersäuerung des Blutes führt zu frühzeitigem Ergrauen und kann sogar Haarausfall verursachen. Darum ist beim Kampf gegen Haarausfall eine Neutralisierung der überschüssigen Säuren im Körper ein wichtiges Ziel.

„Befindet sich der Körper dauerhaft im sauren Bereich, ist das biologische Gleichgewicht im Blut und somit in den meisten Körpergeweben nicht mehr gegeben“, erklärt Dr. Astrid Hergarten, Fachärztin für Allgemeinmedizin und für Naturheilverfahren aus Köln. „Um dies zu verhindern, hat der Körper eine Pufferkapazität, die es ermöglicht, nach dem Verzehr säurehaltiger Getränke oder Speisen einer Übersäuerung des Blutes zu verhindern – mit Hilfe von im Körper gespeicherten Mineralien.“

Mit häufiger oder dauerhafter Übersäuerung verbraucht der Organismus allerdings mehr Mineralien als vorhanden sind. Ohne Mineralien, wie zum Beispiel Eisen, Zink, Kupfer, Magnesium und Calcium, kann der Körper aber die Säure nicht binden. Die entstandene Schlacke, also die Salze der Milchsäure, die Lactate, werden in den Gewebezellen im Haarboden abgelagert. Die Schadstoffe wirken toxisch auf die Talgdrüsen der Haare, die wiederum mit einer Überproduktion von minderwertigem Haaröl reagieren. Dies beeinflusst die Kopfhaut und das Haar negativ. Man erkennt diese Entwicklung an einem harten, wachsähnlichen Belag auf der Kopfhaut oder dem bei Raumtemperatur entstehenden weißen Knubbel am ausgefallenen Haar.

Hårklinikken beschäftigt sich seit langem mit dem Thema und setzt gezielt, über die äußere Anwendung der Pflanzenextrakte und das basische Therapieshampoo hinaus, auf die Neutralisierung und Entschlackung des Körpers. Die topische Anwendung ermöglicht die Zufuhr von Mineralien zur Neutralisierung der überschüssigen Säure im Haarboden.

Eine ausführliche Analyse der Nahrungsgewohnheiten ist daher ein ganz wesentlicher Bestandteil der Hårklinikken-Therapie. Hierbei wird versucht, eine Balance zwischen den schnell verbrauchten Mineralien und den häufig schwer zu resorbierenden Nährstoffen wieder herzustellen.

Noch viele andere Einflüsse verursachen einen hormonellen Haarausfall. Haarausfall bleibt häufig ohne eine eindeutige Diagnose – Blutwerte sind in Ordnung, endokrinologische Werte ohne Befund, alles ist stabil – nur der Haarausfall ist erhöht. Hier begleitet Hårklinikken viele seiner Klienten in der Phase der Neutralisierung und des Aufbaus. Die Zusammenstellung des passenden Pflanzenextraktes, therapeutischen Shampoos und der Ernährungsanpassung greifen meist schon nach 12-16 Wochen der Therapie.


Gesund mit Wasser


Wussten Sie, dass

– Sie ca. 3 Wochen ohne feste Nahrung überleben können aber nach ca. 3 – 4 Tagen ohne Wasser sterben

- Ihr Körper mehr, als zur Hälfte aus Wasser besteht

- Wasser ein preisgünstiges Schönheitselixier ist. Besonders die Gesichtshaut erfährt einen strafferen und gesünderen Ausdruck

- bei zu wenig Wasser folgender Teufelskreis entstehen kann: das Blut dickt ein → das Herz muss nun schneller und schneller schlagen —> das dickflüssige Blut fließt langsamer → Muskeln werden schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt → der Abtransport von „Stoffwechselmüll“ sowie die Wärmeregulation verschlechtern sich

- Wasser sättigt und füllt, man hat weniger Hunger, hilft also beim Abnehmen oder Gewichthalten

- bei einer schlechten Verdauung, Wasser oft eine Erleichterung bringt

- Gewebe durch Wasser geschützt und gepolstert wird und Gelenke geschmiert werden?

Zeichen für Dehydrierung/Wassermangel:

Konzentrationsschwäche/Müdigkeit/Kopfschmerzen:

W enn Ihr Körper mit Giften überlastet ist und die verfügbare Wassermenge nicht ausreicht, um sie aus dem Körper zu spülen, werden Sie einen Mangel an Energie feststellen, weil Ihr Körper sich mit Giftstoffen auseinandersetzt.

Verstopfung:

A usserdem, Wasser beschleunigt Ausscheidungsprozesse; eine angemessene Flüssigkeitszufuhr unterstützt den allgemeinen „Fluss“

Verringerte Harnproduktion/dunkelfarbener Urin:

S age und schreibe bis zu 180 l Wasser werden täglich durch die Nieren gefiltert. Aufgabe der Nieren: Abfallstoffe aus dem Blut filtern. Dieser Prozess basiert auf einer angemessenen Versorgung mit frischer Flüssigkeit. Ohne diese Versorgung wird die Harnproduktion reduziert, weil die Abfallstoffe in höherer Konzentration ausgeschieden werden, was zu einer dunkleren Färbung des Urins führt.

Pelzige Zunge/Mundgeruch:

S obald der Mund nicht mit ausreichenden Mengen an Flüssigkeit durchspült wird, um vorhandene Essensreste zu beseitigen, entstehen Bakterien in Rachen und Mund sowie ein weißlicher Belag im Mund und auf der Zunge.

Muskelkrämpfe:

E rfahrungsgemäß treten diese dann auf, wenn die Blutbahnen aufgrund von mangelnder Flüssigkeit im Körper nicht mit ausreichend Sauerstoff (und z. B. auch Magnesium) versorgt werden.

Augen:

R elativ eindeutiges Zeichen für Wassermangel sind eingesunkene Augen und Schatten unter oder um die Augen herum.

Aus der langjährigen therapeutischen Arbeit und den vielen daraus resultierenden Gesprächen wissen wir, dass fast jeder 2. Mensch wissentlich (was die Sache nicht besser macht) zu wenig Wasser trinkt.

Wie viel Wasser soll ich täglich trinken?

Formel

Körpergewicht x 0,04

Beispiel: Eine Person, die 55 kg wiegt, sollte mindestens 2,2 l Wasser pur trinken. Je aktiver Sie sind, und je heißer und schwüler das Wetter ist, desto mehr Wasser braucht Ihr Körper.


Ernährungstipps für gesundes Haar

Abnehmende Haarqualität kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Ein vermehrter Haarausfall kann beispielsweise durch falsche Ernährung entstehen.

Dabei muss die Ernährungsweise nicht unbedingt schlecht sein, sie kann sich lediglich auf die Kopfhaut und das Haarwachstum negativ auswirken. Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass sie sich ausgewogen ernähren. Für gesundes Haar spielen folgende Aspekte bei der Ernährung eine bedeutende Rolle:

- Die Qualität der Nahrung, – ihre Zubereitung und – die Variation bzw. Kombination der verschiedenen Nahrungsmittel

Ernährungsfehler sichtbar machen
Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“: oft werden immer wieder die gleichen Nahrungsmittel eingekauft und verspeist – die Abwechslung in der Ernährung bleibt auf der Strecke. Hinzu kommen das häufige Fehlen von wichtigen und lebensnotwendigen Fettsäuren, Proteinen, „guten“ Kohlenhydraten, rohem Gemüse und gesunden Obstsorten.

Bei der Verzehrung von Obst sollte auf reine Glucose als Inhaltsstoff geachtet werden. Dies ist beispielsweise bei Weintrauben und Bananen der Fall, welche nur als Nachtisch zu empfehlen sind. Besser geeignet als gesunde Zwischenmahlzeit ist hartes Obst wie Birnen, Äpfel und bissfeste Pflaumen. Generell lebensnotwendig aber auch wichtig für die Haarwurzel ist die Zufuhr von klarem Wasser – mindestens eineinhalb bis zwei Liter pro Tag, je nach sportlicher Betätigung schwankend, sollten getrunken werden.

Vorsicht ist geboten!
Eine weitere Gefahrenquelle für gesunde Haare ist Stress. Der Körper verbraucht hierbei sehr viel Energie, die Haarqualität kann sich verringern und es kann zu vermehrtem Haarverlust kommen. Zusätzlich verursacht Stress hormonelle Veränderungen, was neben den physischen auch psychische Belastungen hervorrufen kann. Eine ungesunde Ernährung mit Fast Food und Essen zur falschen Zeit, zu viel Kaffee, erhöhte Mengen an Zigaretten, vermehrter Genuss von Alkohol, schlechter Schlaf und zu wenig Bewegung sind die Folgen.

Die erste Mahlzeit am Tag – das Frühstück
Das Frühstück ist bekanntlich die wichtigste Mahlzeit am Tag. Hier heißt es „Vorsicht: Zucker!“ – wer mit zu schnellem Zuckeranstieg in den Tag startet, läuft Gefahr, dass der Blutzuckerspiegel bereits morgens Achterbahn fährt. Eine Unterzuckerung ist hier vorprogrammiert. Für ein gesundes Frühstück sind grob gemahlenes Getreide – beispielsweise in Form von Müsli -, zwei Esslöffel kaltgepresstes und gekühltes Leinöl, Quark, Nüsse und etwas Obst – bei Bedarf mit etwas Honig – besonders geeignet.

Gesund durch den Tag!
Im Verlauf des Tages sollte darauf geachtet werden, in ausreichender Menge rohes und gekochtes Gemüse und mageres Fleisch zu sich zu nehmen. Auf industriell verarbeitetes Fleisch – in Form von Aufschnitt – sollte aufgrund des Zucker- und Fettgehaltes verzichtet werden. Frischkäse, Lachs oder Gemüseaufstrich sind als Brotaufstrich die gesündere Alternativen.

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung
Kleine Veränderungen haben häufig große Wirkung. Die Verwendung von guten Ölen auf gekochtem Gemüse, abwechselnd Raps-, Kürbis und Olivenöl, ist aufgrund der Aminofettsäuren besonders wertvoll. Wichtig ist hierbei auf Rohkost zu achten und das Öl erst über das Gemüse zu geben, wenn es auf dem Teller liegt, denn fast alle guten kaltgepressten Öle eignen sich nicht zum Erhitzen oder Braten.

Ein weiterer nützlicher Tipp zur ausgewogenen Ernährung für gesundes Haar, ist die Verspeisung von Fleisch und Fisch jeweils zweimal pro Woche. Auf ein wenig Naschen muss nicht verzichtet werden – wenn der Zeitpunkt stimmt und Süßes als Nachtisch anstatt zwischendurch gegessen wird, sind kleine Sünden erlaubt. Als Zwischenmahlzeit für den kleinen Hunger sind ungesalzene Nüsse, Rohkost oder hartes Obst geeigneter.

Nur Mut zur Veränderung!
Jeder Tag ist ein Neuanfang und es ist lohnenswert, Abwechslung in der Ernährung und eine konstante Energieversorgung anzustreben.